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Zwölfter Pokalsieg für Metz

Bernhard Ast unterliegt in der Endspiel-Neuauflage

von FM Hartmut Metz, 25. März 2010

 

Das Weihnachtsmotto "Alle Jahre wieder " habe auch dieses Jahr erneut für den mittelbadischen Schach-Einzelpokal gegolten, befand Bernhard Ast mit Blick auf Seriensieger Hartmut Metz. Der Spitzenspieler von der Rochade Kuppenheim feierte den zwölften Erfolg im Cup-Wettbewerb. Damit verlor er seit vier Jahren keine Partie mehr und landete deshalb seinen vierten Einzel-Sieg in Folge. Bei der Neuauflage des Endspiels 2009 schlug der Kuppenheimer erneut Turnierleiter Ast selbst. Der Verbandsligaspieler vom SC Iffezheim zeigte sich zumindest damit zufrieden "mit 36 Zügen etwas länger als im Vorjahr durchgehalten zu haben", konstatierte aber, "letztlich war die erfolgreiche Titelverteidigung zu keinem Zeitpunkt ernsthaft gefährdet." Dank eines Damenopfers eroberte Metz eine Figur und vollstreckte danach problemlos.

Vor der Partie hatte Ast seinem Rivalen im Finale schon den ersten Pokal überreicht: Im Mannschafts-Wettbewerb hatte die Rochade Kuppenheim in der Vorwoche Durmersheim mit 3:1 bezwungen. Hinter Metz qualifizierte sich auch Ast für die Runde der letzten 16 auf badischer Ebene. Einen eventuell dritten Platz für den Bezirk dürfte Halbfinalist Norbert Frühe (SF Hörden) einnehmen.











Metz,H (2284) - Ast,B (1878) [C19]
Mittelbadisches Einzelpokal-Finale, 19.03.2010

1.e4 e6 2.d4 d5 3.Sc3 Lb4 4.e5 c5 5.a3 Lxc3+ 6.bxc3 Se7 7.a4 Da Bernhard Ast die Variante noch nie gespielt hatte (zumindest nicht laut meiner Datenbank, die ich im Vorfeld kurz bemüht hatte), witterte ich Vorbereitung und verzichtete auf meine übliche Winawer-Variante mit [ 7.Dg4 ] 7...c4?! Bernhard begründete den Zug damit, dass er dem weißfeldrigen Läufer auf f1 jegliche aktive Entwicklung nehmen wollte. Das gelingt zwar damit - doch dafür verzichtet Schwarz auf jeglichen Druck gegen d4 und das weiße Zentrum. Fortsetzungen wie [ 7...Sbc6 erscheinen mir daher natürlicher.] 8.Se2 [ 8.Sh3 kommt ebenfalls in Betracht. Auf e2 deckt der Springer jedoch c3, so dass ich den Läufer selbst im Falle von Da5 nach a3 entwickeln könnte. Und weil nach g3 zudem der Läufer von f1 nach g2 oder h3 entwickelt werden könnte, entschied ich mich für den Textzug. ] 8...Ld7 9.La3 0-0 10.g3 f6 11.exf6 Txf6 12.Lg2 Sg6 13.Ld6 Verhindert e5 und deckt a4. [ 13.h4 kommt in Betracht, weil 13...Lxa4 14.h5 Sh8 15.h6 g6 16.Lc1 Dd7 17.0-0 Sa6 18.Lf4 Sf7 19.Dd2 Lc6 20.Lh3 Sc7 21.Tfe1 Weiß Druckspiel für den Bauern gibt.] 13...De8 14.a5 Sc6 15.f4 [ 15.0-0 gefällt mir inzwischen besser. Solange e5 eh nicht geht wegen des Schwachpunkts d5, muss Weiß den Vorstoß nicht unterbinden.] 15...Dd8 16.Lb4 Sce7 17.0-0 Sf5 18.Dd2 Lc6 19.Tfe1 Sd6 20.Lxd6 Dxd6 21.Kh1 Taf8 22.Sg1 h5 23.Sf3 [ 23.Lh3 h4 24.De2 Ld7 25.Sf3 hxg3 26.hxg3 Se7 27.Kg2+/- verspricht dem Anziehenden eine überlegene Stellung. Das schwarze Spiel krankt vor allem - wie so oft im Franzosen - an dem schlechten Läufer.] 23...h4 24.Te5!? Mir gefiel die Idee, den Turm über g5 oder h5 in Angriffsstellung zu bringen. Präziser dürfte aber wiederum [ 24.Lh3 sein, um Druck gegen e6 aufzubauen.] 24...hxg3 25.hxg3 Sxe5?? Bernhard glaubte bei dem Zug an einen Qualitätsgewinn. Richtig ist [ 25...Se7+/= , wonach 26.Lh3 Th6 27.Kg2 einmal mehr zu leichtem Vorteil für Weiß führt.] 26.fxe5[] Alles andere verliert tatsächlich die Qualität. 26...Th6+ 27.Dxh6!+- Das hatte Schwarz übersehen. 27...gxh6 28.exd6 Schwarz kann nach dem Figurenverlust aufgeben, spielte aber noch ein paar Züge. 28...Td8 29.Se5 Txd6 30.Tb1 La4 31.Txb7 Ta6 32.Lh3 Lxc2 33.Tb5 Kg7 34.Kg1 Td6 35.Tb7+ Kf6 36.Txa7 1-0




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