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"Der Blick an die kahle Decke ist enorm hilfreich!"

Interview mit Wassili Iwantschuk: Ein paar Dinge verdrängen, ein bisschen mehr Kampfgeist - fertig ist der erfolgreichste Spieler des Jahres 2007

Text und Fotos von FM Hartmut Metz, Dezember 2007

 

Wassili Iwantschuk wirkt seit Monaten wie ausgewechselt: Bei Turnieren eilt er von einem Sieg zum anderen. In der Oktober-Weltrangliste wird sich das deutlich bemerkbar machen: Der Ukrainer rückt von Platz vier mindestens auf zwei vor. Seiner eigenen Berechnung nach könnte er sogar mit dem Spitzenreiter Viswanathan Anand gleichziehen. Auf jeden Fall scheint der 37-Jährige stärker denn je zu sein. Als entscheidende Faktoren für seinen Höhenflug führt Iwantschuk größere innere Ausgeglichenheit und mehr Kampfgeist an. Unabhängig von seinen früher so schwankenden Leistungen blieb der kauzige Großmeister aus Lemberg (Lwow) stets ein Liebling der Fans, die seine Nähe zum Volk schätzen. Das zeigte sich auch beim Simultan bei den Chess Classic Mainz. Iwantschuk erläutert im Interview mit Hartmut Metz, dass auch durchaus Analysen mit Kindern an den Nebentischen der großen Turniere für ihn gewinnbringend sein können.

Weil sich Iwantschuk vom Aufnahmegerät zu weit weglehnte, war seine erste Antwort auf dem Band nicht mehr zu verstehen.
Frage: Also noch einmal: Wie fühlen Sie sich derzeit beim Blick auf die Weltrangliste?
Iwantschuk (grinst): Jetzt sag' ich ganz was anderes! Ich bin total glücklich mit meiner Wertungszahl. Ich träumte immer davon, Weltranglistenerster zu werden (beide lachen)

Frage: Schön vorgetragen! Jetzt bitte die erste Antwort aufs Neue!
Iwantschuk (nachdem er ausgeprustet hatte): Na gut. Ich spielte zuletzt viele Turniere und hatte nicht so viel Zeit, mir über die Perspektiven in der Weltrangliste Gedanken zu machen. Ich legte mehr Wert auf meine Vorbereitung für jedes Turnier und natürlich jede einzelne Partie. Außerdem stehen für mich Ende des Jahres enorm wichtige Wettbewerbe an mit dem Weltcup und Wijk aan Zee, nicht zu vergessen das Turnier hier in Mainz. Deswegen arbeite ich viel und mache mir keine Gedanken über abstrakte Dinge.

Frage: Momentan gewinnen Sie jedes Turnier, an dem Sie teilnehmen, und schließen deshalb womöglich am 1. Oktober an der Spitze zu Viswanathan Anand auf.
Iwantschuk: Ja, vielleicht, vielleicht, vielleicht. Warten wir es ab.

Frage: Dann haben Sie die magische Grenze von 2800 Elo auch nicht als großes Ziel im Visier?
Iwantschuk: Nein, an derlei Blödsinn verschwende ich keinen Gedanken. Meine Ziele bestehen darin, meine Gegner zu schlagen - und wenn es die Turniersituation erlaubt, kann ich auch mal mit einem Unentschieden gut leben. Meine Gedanken kreisen um das Spiel selbst, die Strukturen, die Eröffnungen. Ich studiere meine Partien und die meiner Gegner, rechnen sollen andere.

 

Iwantschuk
Wassili Iwantschuk beim Simultan bei den Chess Classic Mainz.
Mit von der Partie: der Dresdner Organisator Dirk Jordan (links).

 

Frage: Was sind die Gründe dafür, dass Sie plötzlich von Sieg zu Sieg eilen? Zwischenzeitlich schienen Sie mit einem Platz außerhalb der Top Ten auf dem absteigenden Ast zu sein.
Iwantschuk: Ich kämpfe jetzt mehr. Es sieht so aus, als ob ich meinen Kampfgeist ein bisschen steigern konnte. Außerdem änderte ich ein wenig meine Lebensansichten. Ansonsten fallen mir keine großen Erklärungen ein, außer dass ich manchmal auch enorm viel Glück hatte. In den meisten Turnieren entscheidet heutzutage ein halber Punkt mehr oder weniger über Erfolg und Misserfolg. Es kann sich auch rasch wieder ändern, dass Fortuna mir zublinzelt.

Frage: Was haben Sie in Ihrem Leben verändert, um auf dem Brett besser bestehen zu können?
Iwantschuk: Ich bin ruhiger geworden. Ich rege mich nicht mehr über Dinge auf, die unwichtig für Schachspieler sind. Natürlich ist es für Schachspieler sehr wichtig, sich an vieles zu erinnern! Genauso wichtig ist es jedoch, manches auch besser zu vergessen!

Frage: Das bedeutet: Sie verdrängen Negativerlebnisse, beispielsweise gegen unangenehm zu spielende Gegner?
Iwantschuk: Exakt. Derlei, aber auch einige weniger erfreuliche Erlebnisse im Leben hake ich jetzt einfach ab.

Frage: Somit sind Sie nun einfach ausgeglichener und zeigen gleichmäßigere Leistungen? Der Weltranglistenerste Viswanathan Anand meinte vor kurzem im Interview, als ich ihn auf Ihre Erfolge ansprach, die Wellentäler in Ihrer Leistungskurve seien "völlig normal für Chuky"?
Iwantschuk: Warten wir es ab! Ich kann nichts versprechen und bin kein Prophet, der in die Zukunft schauen kann (lacht). Ich fühle mich jedenfalls derzeit ausreichend wohl.

Frage: Die Zeiten, in denen Sie aus den Top Ten der Weltrangliste fielen, sind also vorerst vorbei?
Iwantschuk: Ich war nie weit weg von den Top Ten. Ich habe es nicht mal richtig wahrgenommen, wenn ich rausgefallen war. Ob ich nun unter den ersten fünf oder zehn besten Spielern stehe, hängt allein von meiner Form ab.

Frage: Kennen Sie jemanden, der Schach mehr liebt als Sie?
Iwantschuk: Das weiß ich nicht. Es besteht jedenfalls kein direkter Zusammenhang zwischen der ausgeprägten Liebe zum Schach und der Spielstärke. Einer, der weit schwächer als ich spielt, kann Schach durchaus mehr lieben.

Frage: Neben Viktor Kortschnoi kenne ich keine der Legenden, die so im Schach aufgehen wie Sie.
Iwantschuk: Das mag sein, dass Viktor Kortschnoi und ich weit vorne liegen. Um das jedoch korrekt einzuordnen, muss man zu anderen Schachspielern freundlich sein und mehr über sie erfahren wollen. Das ist nicht meine Sache.

Frage: Das bedeutet: Sie legen keinen Wert auf Freunde im Schach-Zirkus?
Iwantschuk: Ja, Freundschaft ist nicht möglich. Man bekämpft sich als Gegner. Wie kann ich ein dicker Freund von einem sein, der mich morgen schlagen will?

Frage: Wie hat man sich das Training eines Großmeisters, der in seinem Spiel versinkt, vorzustellen? Trainieren Sie täglich wie im Fieber zahllose Stunden?
Iwantschuk: Das ist ganz unterschiedlich. Natürlich befasse ich mich mit Eröffnungen, aber auch Partien von Spielern. Ich studiere deren Stil. Taktik und Endspiele gehören ebenso zum Training. Wie viel ich arbeite, hängt von meiner Laune ab. Fühle ich mich inspiriert oder nicht. Manchmal mache ich daher nichts, manchmal knie ich mich sieben, acht Stunden ohne Pause rein.

Frage: Können Sie sich vorstellen, wie Kortschnoi mit 75 auch noch am Brett zu sitzen?
Iwantschuk (grinst): Ich vermute, das ist noch keine brandaktuelle Frage (lacht)!

Frage: Aber vorstellbar wäre es?
Iwantschuk: Ja, warum nicht? Wenn ich noch in dem Alter gesund bin.

Frage: Eine weitere Parallele: Kortschnoi wurde nie Weltmeister - ein Schicksal, das Ihnen genauso droht?
Iwantschuk: Alles ist möglich. Ich habe aber keineswegs aufgegeben, um den WM-Titel zu kämpfen! Ich sehe mich bei der Verfolgung dieses Ziels noch nicht auf aussichtslosen Pfaden. Selbstverständlich weiß ich, dass das nicht leicht ist - aber ich gebe alles. Bei der nächsten Qualifikation für ein WM-Match, beim Weltcup, kannst du in der ersten oder zweiten Runde eine Partie verlieren und wieder deine Koffer packen So ist es eben im Sport und im Leben.

Frage: Woran liegt es? An den Nerven? Sie spielen großartig, waren aber bis 2006 bei Misserfolgen leicht aus der Bahn zu werfen. Ich erinnere mich daran, dass Sie nach Niederlagenserien wie im Vorjahr in Monaco schon die Aufnahmen der Fotografen störten.
Iwantschuk: Das mit den Fotos hat aber nichts mit meinen Nerven zu tun. Mich stört es in meiner Konzentration.

Frage: Im September steht die WM in Mexiko City an - ohne Sie.
Iwantschuk: Ich kann nicht überall spielen (lacht)!

Frage: Sie würden aber gerne mitspielen?
Iwantschuk: Wenn Sie mir eine Einladung besorgen, denke ich darüber nach.

Frage: Wer wird neuer Weltmeister?
Iwantschuk: Boris Gelfand.

Frage: Sie scherzen.
Iwantschuk: Nein, warum? Es ist vollkommen möglich!

Frage: Alle nennen Anand oder Weltmeister Wladimir Kramnik.
Iwantschuk: Okay, wir werden sehen.

 

Iwantschuk
Wassili Iwantschuk (links) im Plausch mit seiner zweiten Ehefrau
und dem ukrainischen Erfolgscoach und Großmeister Wladimir Tukmakow.

 

Frage: Sie sind vielleicht alsbald die Nummer eins der Weltrangliste - dahinter notierte Großmeister wie Wesselin Topalow bekommen indes vom Weltverband FIDE ein WM-Match zugeschanzt. Grämt Sie das?
Iwantschuk: Nein. Ich spiele meine Turniere und akzeptiere die Regeln der FIDE. Wenn ich das nicht täte, würde ich aus Prinzip den Weltcup sausen lassen. Ich mache denen keine Vorwürfe, ich halte mich raus aus der Schachpolitik.

Frage: Resultieren die Nachteile daraus, dass Sie keinen Silvio Danailow als Manager haben wie Topalow?
Iwantschuk: Er hat einen exzellenten Manager, das steht außer Frage. Leider habe ich keinen wie Danailow, den ich sehr schätze.

Frage: Ihn zu fragen, ob er Sie auch unter seine Fittiche nimmt, kommt nicht in Betracht?
Iwantschuk: Eine Möglichkeit wär's. Ich weiß allerdings nicht, wer am besten zu mir passt.

Frage: Während der Partien verblüffen Sie die Zuschauer, indem Sie gelegentlich an die Decke statt aufs Brett starren. Sind Ihre genialen Züge an die Wand gemalt?
Iwantschuk: Wenn ich sehr weit rechne, ist es besser, an die Decke zu starren. Es vernagelt mir nicht den Kopf, ich sehe die Position klarer, die aus der Brettstellung nach fünf, sechs Zügen entstehen kann! Manchmal ist der Blick weg an die kahle Wand sehr hilfreich!

Frage: Im normalen Leben wirken Sie häufig geistesabwesend. Weil Sie sich durchgehend mit Schach beschäftigen und die Züge jede Sekunde Ihr Gehirn durchzucken?
Iwantschuk: Nein, nicht immer. Ich denke zuweilen auch an völlig andere Dinge - selbst während der Partien! Ich lese für mein Leben gerne und philosophiere über mein Leben. Natürlich denke ich häufig über Schach nach und löse in Gedanken Studien oder Matt-Probleme. Besonders die Studien von Kasparjan haben es mir angetan.

Frage: Mögen Sie ein bestimmtes Genre an Büchern?
Iwantschuk: Das hängt von meiner Stimmung ab. Bei der Auswahl ist mir wichtig, etwas Neues zu erfahren und etwas nach der Lektüre besser zu verstehen. Momentan lese ich den sehr humorvollen Russen Michail Sostschenko (Anmerkung: beliebter sowjetischer Satiriker, der von 1895-1958 lebte und Titel wie "Wie mit Gabeln aufs Wasser geschrieben" verfasste). Anfangs mochte ich ihn gar nicht, aber mittlerweile schätze ich Sostschenko sehr.

Frage: Vor fünf Tagen lernte ich Alexandra Marinina kennen. Die Erfolgsautorin, die rund 40 Millionen Bücher verkaufte, wurde in Ihrer Heimatstadt Lemberg geboren
Iwantschuk: Marinina, die Krimiautorin, kenne ich selbstverständlich. Sie wohnt oder wohnte nur 140 Kilometer entfernt von Lemberg. Momentan fahre ich auf Krimis aber nicht so ab. Als Kind war das anders, da verschlang ich mit größtem Vergnügen Werke von Agatha Christie oder Sir Arthur Conan Doyle. Aber in meinem jetzigen Lebensabschnitt sind sie für mich weniger interessant.

Frage: Auf der einen Seite halten Sie die Fans für sonderbar, einen "liebenswerten Kauz", wie es der deutsche Großmeister Helmut Pfleger nennt. Auf der anderen Seite sind Sie unheimlich volksnah und analysieren selbst mit Kindern bei großen Turnieren.
Iwantschuk: Das kommt auch auf die Leute an. Wenn sie nett sind, habe ich keine Berührungsängste. Ich analysiere gerne unterschiedlichste Stellungstypen mit anderen, auch unterschiedlichster Spielstärke. Was ich jedoch fast verabscheue, ist die Analyse direkt nach der Partie!

Frage: Erstaunlich.
Iwantschuk: Direkt nach der Partie ziehe ich es vor, mich zu erholen - und will nicht die Begegnung noch einmal erforschen.

Frage: Und das kindliche Niveau langweilt sie nicht, wenn Sie stattdessen mit einem Patzer Partien analysieren?
Iwantschuk: Klar, es kann aber auch sehr interessant sein! Ich versuche sein oder ihr Denken zu begreifen und zu verstehen, wie verschiedene Stellungsprobleme aus deren Warte gelöst werden. Wirklich interessant das Ganze! Und manchmal kommt es vor, dass ich etwas weiß, was er oder sie nicht versteht - und dann stellt sich mir die Frage: Wie erkläre ich es, dass es begriffen wird? Wie mache ich es verständlich? So erhalte ich im Gegenzug pädagogisches Training.

Frage: Neben den Kindern vergöttern Sie auch die Fans, vor allem auf Kuba.
Iwantschuk: Danke, danke. Tony Miles gewann auch drei Turniere in Havanna - und jetzt bin ich mit drei Siegen sein Nachfolger. Für mich ist es immer eine richtiggehende Freude, auf Kuba zu sein. Ich mag die Leute dort, die Atmosphäre.

Frage: Wie sieht es mit Ihrem eigenen Sohn aus? Sie haben Nachwuchs mit Ihrer ersten Ehefrau, der vieljährigen Weltklassespielerin Alisa Galliamowa. Sehen Sie ihn oft?
Iwantschuk (etwas deprimiert): Nicht so oft, sehr selten.

Frage: Spielt Ihr Sohn auch Schach? Bei den Genen müsste Ihr Kind ja ein Wunderkind sein
Iwantschuk: Das ja, aber er zeigt kein Interesse am Schach.

Frage: Pflegen Sie noch andere Hobbys außer Lesen?
Iwantschuk: Nichts Besonderes. Ich gehe gerne ins Theater, wandere oder philosophiere mit unterschiedlichsten Menschen zum Beispiel über das Leben. Und manchmal liebe ich es, einfach in einem dunklen Raum zu sein und mich zu erholen. Das ist aber ein wichtiger Unterschied: Nicht im Bett zu liegen, sondern auf einem Stuhl zu sitzen! Dabei erhole ich mich wirklich gut!

Frage: Der SC Remagen ist sehr glücklich mit Ihnen. Sie führten den Verein aus der zweiten Liga und ins Oberhaus. Wie wichtig ist Ihnen die Bundesliga?
Iwantschuk: Die Bundesliga ist für mich nicht mehr, aber auch nicht weniger wichtig wie andere Wettkämpfe. Ich versuche meine Partie möglichst gut zu spielen, dann ist dem Team geholfen.

Frage: Ist der deutsche Meister OSC Baden-Baden mit Anand, Peter Swidler, Alexej Schirow, Magnus Carlsen&Co. zu gefährden?
Iwantschuk: In einem einzelnen Match kann man jede Mannschaft schlagen. Heutzutage ist das Niveau enorm hoch: Jeder kann mit jedem kämpfen.

Frage: Haben Sie auch deutsch gelernt? Ich erinnere mich, dass Sie beim letzten Gastspiel bei den Chess Classic Türkisch zu pauken begannen.
Iwantschuk: Mein Deutsch war, glaube ich, zu der Zeit gar nicht so schlecht, als Viktor Kortschnoi mich trainierte. Danach geriet ich jedoch aus der Übung, weil ich kaum mehr in der Schweiz, Deutschland und Österreich unterwegs war. Sollte ich allerdings wieder öfters wie hier in Mainz eingeladen werden, versuche ich mein Deutsch wieder aufzupolieren. Mit Türkisch ist es ähnlich: Ich spreche es nicht so gut, weil ich lange nicht mehr dort war. Aber wenn ich es höre, erinnere ich mich an vielerlei. Ich würde es, meine ich, wieder ganz ordentlich reden, wenn ich eine längere Zeit im Land lebte.

Frage: Wie viele Fremdsprachen beherrschen Sie?
Iwantschuk (zählt auf Deutsch auf): Deutsch, Englisch, Spanisch, Türkisch und Polnisch - ich spreche es nicht so gut wie ein Profi, aber ich kann mich unterhalten.

Frage: Wer ist für Sie der größte Schachspieler aller Zeiten?
Iwantschuk: Eine schwierige Frage. Da muss man verschiedene Epochen, verschiedene Spieler vergleichen. Letztlich würde ich aber José Raoul Capablanca sagen. Ich mag seinen kristallklaren Stil, seine Endspielkunst.

Frage: Ich bin erstaunt. Ich hätte erwartet, dass Sie Garri Kasparow nennen.
Iwantschuk: Kein Zweifel, er ist natürlich ein sehr guter Spieler. Aber ich ziehe Capablanca ihm vor. Und ich würde es vorziehen, Kasparow am Schachbrett zu sehen und nicht in der Politik.

Frage: Ich kann mich erinnern, wie heiß Sie auf die Duelle gegen Kasparow immer waren - und er wie ein Rohrspatz geschimpft hat, wenn er gegen einen besonders motivierten Iwantschuk Punkte ließ.
Iwantschuk: Bei Garri war es immer so, dass er verdammt ärgerlich wurde, auch wenn er gegen andere den Kürzeren zog. Für mich war es immer interessant, gegen ihn zu spielen. Zu manchen Zeiten gab es mir einen besonderen Kick, auf Garri zu treffen. Es stimmt schon, dass ich gegen ihn mehr als gegen andere motiviert war. Inzwischen ist es mir aber egal, auf wen ich treffe. Ich nehme eine Partie wie die andere, immer die nächste ist die wichtigste für mich.

 

Iwantschuk
Blitzlichtscheu: Wassili Iwantschuk in Monaco.


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